Wir rufen dazu auf, am Brandenburger Volksbegehren gegen Massentierhaltung und an der Demo »Wir haben es satt« in Berlin teilzunehmen. Wir unterstützen die Ziele des Volksbegehrens und der Demo.

Volksbegehren gegen Massentierhaltung

Mit dem Volksbegehren sollen Forderungen nach mehr Tierwohl und dem Stopp von riesiger Mastanlagen durchgesetzt werden. Noch bis zum 14. Januar könnt Ihr direkt bei Eurer Stadt- oder Gemeindeverwaltung unterschreiben oder Briefwahl beantragen. Infos zu Eintragungsorten und Briefwahl

Demo »Wir haben es satt«

"Wir haben es satt"-Demo in Berlin 2013

Für eine Agrarwende demonstrierten im vergangenen Jahr 50.000 Menschen. Foto: Dirk Ingo Franke / CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Für eine Agrarwende demonstrieren wir am 16. Januar ab 12 Uhr in Berlin. Die Trägerorganisationen der Kundgebung fordern den Stopp der industriellen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion und eine Förderung bäuerlicher Betriebe. Aufruf und Programm

Unsere Stellungnahme

Für bäuerliche Landwirtschaft, gegen Agrarindustrie – Die Agrarindustrie verdrängt die bäuerliche Landwirtschaft, hält Tiere unter unwürdigen Bedingungen, gefährdet durch die massenhafte Verwendung von Antibiotika die Wirksamkeit von Medikamenten auch beim Menschen und trägt durch den intensiven Einsatz von Pestiziden und Herbiziden zur Zerstörung des Ökosystems bei.
Großinvestoren entziehen Bäuerinnen und Bauern die Lebensgrundlage, unter anderem durch Bodenspekulation. Die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland sinkt kontinuierlich. Rund 70 Prozent des Fleisches werden in Deutschland in Discountern zu Billigpreisen vertrieben. Entsprechend billig und rücksichtslos sind die »Herstellungsbedingungen« in »Agrarfabriken«, was die Behandlung von Lebewesen als Produkte und Ware bedeutet.

Schutz für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern – Die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft bedrohen auch Entwicklungsländer. Sie gefährden die Ernährungssicherheit durch Lebensmittelspekulationen und durch unvorhersehbare Schwankungen bei den Einkaufspreisen vor Ort sowie bei den Verkaufspreisen für exportierte landwirtschaftliche Erzeugnisse. Darüber hinaus wird häufig die Erzeugung von Grundnahrungsmitteln vor Ort verringert zugunsten der für den Export bestimmten Produkte. Der Export extrem billiger, weil massiv subventionierter EU-Erzeugnisse bedroht Landwirtschaft in Entwicklungsländern zusätzlich.

Bessere Lebensbedingungen für Tiere – Gemäß unserem Grundsatzprogramm streben wir an, die Biosphäre der Erde dauerhaft zu erhalten und das gesellschaftliche Zusammenleben nach Maßstäben der Gerechtigkeit zu gestalten. Diese Maßstäbe gelten auch für andere Lebewesen. Deshalb treten wir für bessere Lebensbedingungen für Tiere ein. Tierhaltung ist zu einer industriellen, unwürdigen Produktionsmaschinerie verkommen. Massentierhaltung in riesigen Anlagen ist ein besonders grausamer Auswuchs dieser »Produktion«. Wir wollen, dass diese Art der Tierhaltung zurückgedrängt wird.

Wir stimmen derzeit darüber ab, die Ablehnung von Massentierhaltung in unser Grundsatzprogramm aufzunehmen.