Die Bundesversammlung ist die Mitgliederversammlung und das oberste Beschlussorgan des Glitzerkollektivs.

Die Mitglieder des Glitzerkollektivs gehören der Bundesversammlung direkt an. Das funktionert gut, weil die Bundesversammlung über eine Ständige Tagung, also einen ständigen Online-Parteitag verfügt.

Einmal im Jahr: Kopräsente Tagung

Die Bundesversammlung tritt in der Regel nur einmal im Kalenderjahr zu einer kopräsenten Tagung, also einem herkömmlichen Parteitag, zusammen.

Dort werden die Dinge erledigt, die nicht in der Ständigen Tagung der Bundesversammlung getan werden können, darunter alle zwei Jahre die geheimen Wahlen zum Parteivorstand.

Die kopräsente Tagung der Bundesversammlung findet meist im Herbst statt; bisher entweder im Oktober oder November des Jahres.

Mischung von direkter und repräsentativer Demokratie

Es gibt zwar im Glitzerkollektiv keine gewählten Delegierten wie in anderen, größeren politischen Parteien, jedoch können die Mitglieder sowohl in der Ständigen Tagung der Bundesversammlung als auch für einzelne kopräsente Tagungen frei entscheiden, ihr Stimmrecht auf andere, von ihnen ausgesuchte Mitglieder zu übertragen.

Konzeptuell handelt es sich zwar auch bei diesem Vorgang um eine Delegation. Sie wird jedoch nicht durch eine Wahlhandlung im herkömmlichen Sinn erteilt, sondern einfach durch die Willensbekundung des Mitgliedes, das sein Stimmrecht überträgt (sogenannte Ad-Hoc-Delegationen).

Diese Stimmrechtsübertragung ist durch das Mitglied, das sein Stimmrecht übertragen hat, jederzeit widerrufbar. Jedes Mitglied kann also jederzeit seit Stimmrecht auch wieder selbst ausüben oder eine andere Person zu seinem Delegierten machen.

Bei der Ständigen Tagung der Bundesversammlung geschieht das nach dem Prinzip des Delegated Voting, d.h. erhaltene Delegationen können von den Delegierten weiterdelegiert werden (sogenannte Kettendelegationen). Beim Delegated Voting ist das Abstimmungsverhalten des delegierenden Mitgliedes an das Abstimmungsverhalten des Delegierten gekoppelt, d.h. die delegierenden Mitglieder stimmen immer wie ihre Delegierten ab. Eine andere Betrachtungsweise dieses Vorgangs ist, dass der Stimmzettel, den die Delegierten abgeben, für die auf diese Person delegierenden Mitglieder kopiert wird, und dann sowohl das Original als auch die Kopien zusammen ausgezählt werden.

Bei kopräsenten Tagungen der Bundesversammlung wird aus Gründen der praktischen Durchführbarkeit das Verfahren des Proxy Voting angewandt, d.h. erhaltene Delegationen können dort nicht weiterdelegiert werden (einstufige Ad-Hoc-Delegationen) und ein Mitglied kann höchstens fünf eingehende Delegationen erhalten, so dass z.Bsp. bei einer offenen Abstimmung mit jeder Hand höchstens drei Stimmkarten gehoben werden können. Beim Proxy Voting ist das Abstimmungsverhalten des delegierenden Mitgliedes nicht an das Abstimmungsverhalten des Delegierten gekoppelt, d.h. eine Delegierte kann mit den eingehenden Delegationen unterschiedlich abstimmen.